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Archiv der Seniorenzeitungen
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Seniorenzeitung Sommer 2019      3/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Villa Rustica . Stadtarchiv
               Schmunzelgeschichten .

Spätlese 1/2019

Spätlese 3/2019

 

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Heimatseite

Die Römische “Villa Rustica”

Jubiläumswege der Stiftung Sparkasse Odenwald

jws25062019002Schon Anfang des 19. Jahrhunderts ließ Graf Franz I. zu Erbach-Erbach auf der Höhe zwischen Hummetroth und Ober-Kinzig graben, da er in den noch sichtbaren Resten der Anlage ein Römerkastell vermutete. Bei Untersuchungen entstand jedoch bald Gewissheit, dass es sich um ein großzügig angelegten Landsitz handelte. Als man im Sommer 1979 eine Ferngasleitung baute, stieß man auf weitere Mauerfunde, die eine großflächige Ausgrabung bewirkten. Dabei konnten die Umfassungsmauern freigelegt werden, und die Anlage wurde in Ihrer gesamten Größe sichtbar: eine fast quadratische Grundfläche von 185,5 x 183,6 m Seitenlänge, die größte in jws25062019004Hessen. Freigelegt wurden das Herrenhaus, der Säulengang, das Bad sowie der Wirtschaftshof mit Küche und Keller. Die Heute sichtbaren Rekonstruktionen wurden nur dort durchgeführt, wo man sich über die ehemalige Bausubstanz unzweifelhaft im Klaren war. Entstanden ist der Gutshof kurz nach der Freistellung des Limes etwa 120 und 130 n.Chr. Über die Bedeutung der Villa herrscht bis heute Ungewissheit. Vermutlich aber diente sie einem reichen Beamten aus Dieburg, dem die Gutshöfe im Mümling- und im Gersprenztal zugeordnet waren, als Verwaltungsgebäude, um Zusammenkünfte der Gutsherren durchzuführen.

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 Wanderverlauf: Hummetroth - Annelsbach -
              Villa Haselburg - Hummetroth

Gesammtstrecke: 5,2 km
       Gehzeit: 1,45 h

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Broschüre: “Jubiläumswege der Stiftung der Sparkasse Odenwaldkreis” liegt bei der Sparkasse aus.

Quelle: Broschüre „Jubiläumswege der Stiftung der Sparkasse Odenwaldkreis“, ausgelegt im Foyer oder bei der Sparkasse Odenwaldkreis

 

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Stadtarchiv Breuberg

Rai-Breitenbach Teil 3 - Der Dorftreff

Zuvor hatte im Jahre 1978 auf dem heutigen Dorftreffgelände der rührige Verkehrs- und Verschönerungsverein Rai-Breitenbach, unter Vorsitz von Norbert Schwinn, in Eigenhilfe einen 5-Etagen-Brunnen errichtet und somit den Grundstock für den nach und nach ausgebauten stilvollen, romantischen Dorfmittelpunkt gelegt. Während der Dorferneuerung wurden ab 1997 diese Maßnahmen von der Stadt Breuberg und teilweise auch vom Verkehrs-und Verschönerungsverein in Eigenleistung durchgeführt. Dieser errichtete im Fachwerkstil dort eine rb305092015007zweckmäßige neue Brunnenhalle. Da die Stadt Breuberg mit Eigenmitteln und durch Mittel des Förderprogramms die alte Scheune zu einem kleinen aber attraktiven Dorfgemeinschaftshaus umgestaltete, überreichte Norbert Schwinn für den VVV, an Bürgermeister Günter Verst, einen Scheck des Vereins, in Höhe von 40.000 Mark, wobei Bürgermeister Günter Verst zusicherte, dass der aus den Erlösen der Brunnenfeste gespendete Betrag für strukturverbessernde Maßnahmen im Stadtteil verwendet wird. Im Jahre 2000 wurde dann vom VVV in Eigenhilfe noch eine Remise erstellt, mit der jetzt der Dorftreff als Schmuckstück bezeichnet werden kann. Die dort jährlich durchgeführten gut besuchten Brunnenfeste vermitteln allen Besuchern Eindrücke einer gelungenen Landschaftsgestaltung mitten im Dorf. Elektrisches Licht bekam die Gemeinde ab dem Jahre 1922 von der HEAG geliefert. Nach dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde der schwerkriegsbeschädigte Peter Schwinn, im April 1945 von der amerikanischen Militärregierung, zum kommissarischen Bürgermeister berufen. Am 22. März 1946 wurde dann von der erstmals demokratisch gewählten Rai-Breitenbacher Gemeindevertretung der Sozialdemokrat Peter Schwinn einstimmig zum ehrenamtlichen Bürgermeister gewählt. Dieses Amt legte er dann im Juni 1959 nieder. Als sein Nachfolger, wurde am 4. Oktober 1959 der parteilose Edgar Gerlach zum neuen Bürgermeister gewählt. Durch seine schwere Erkrankung führte ab 1969 der Beigeordnete Karl Reeg vorläufig die Amtsgeschäfte bis Juli 1970. Am 7. August beschloss die Gemeindevertretung den Zusammenschluss mit der Stadt Neustadt zum 31. Dezember 1970. Diese Verwaltungseinheit bestand jedoch nur 9 Monate, da am 1. Oktober 1971 die Stadt Breuberg gebildet wurde, in der auch die kurzfristige Neustädter/Rai-Breitenbacher Kommune aufging. Im Jahre 1959 wurde in einer vom Kulturamt Darmstadt einberufenen Versammlung die Durchführung eines Flurbereinigungsverfahrens in die Wege geleitet, bei der auch der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft gewählt wurde. Im Juni 1959 beschloss auch die Gemeindevertretung die Durchführung der Flurbereinigung, um die große Chance zu nutzen am Grohberg, Breubergstraße, Schulstraße und Forsthausstraße die Straßen auszubauen, und auch um das Gelände für die Errichtung der Georg-Ackermann-Schule bereit zu stellen. Auf dieser Sitzung legte jedoch Peter Schwinn nach 13jähriger Tätigkeit sein Bürgermeisteramt nieder.

Quelle: Stadtarchiv Breuberg

 

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An den Sommer

Ein Gedicht von Anita Menger

„Oh Sommer wann fängst du denn an?“
hörst du uns alle fragen.
Weil er dich nicht erwarten kann
beginnt der Mensch zu klagen.

So gehst du also an dein Werk,
bringst warme Sonnentage.sge27062019001
Doch kaum kommst du so recht in Fahrt
erreicht dich neue Klage.

„Oh weh, so schwül und drückend heiß,
jetzt treibst du´s auf die Spitze!“
„Das hält der stärkste Mensch nicht aus -
die reinste Affenhitze!“

„Nun denn!“ denkst du und schickst sogleich,
wie immer edler Ritter,
mit Blitz und Donner obendrein,
ein herrliches Gewitter.

Wir atmen auf und sind erlöst:
„Hab Dank für diesen Segen!“
Und doch vernimmst du bald darauf:
„Wann hört denn auf der Regen?“

So stehst du unter Dauerstress.
Es jedem Recht zu machen
gelingt dir nie - Doch Bitt ich Dich:
„Lass` oft die Sonne LACHEN“

Quelle: meine-festtagsgedichte.de

 

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Schmunzelgeschichten

Von Ingeborg Grüner

Es klingelte. Mit Erstaunen sah die Germanistik-Professorin beim Blick durch den Türspion ihre frühere Haushaltshilfe Marie. Was mochte sie wollen? Sie hatte doch gekündigt, weil sie aus hhdd12092019001familiären Gründen in eine andere Stadt ziehen musste. Zögernd öffnete die Professorin die Tür. „Hallo Marie, was für eine Überraschung! Ich dachte, Sie wären gar nicht mehr hier. Kommen Sie herein. Was gibt‘s denn?“ Marie zog aus ihrer Handtasche ein Schreiben, in dem die Professorin stirnrunzelnd das von ihr verfasste Arbeitszeugnis erkannte. „Frau Professor, wieso waren Sie nicht zufrieden mit mir?!?“ Die Angesprochene war völlig verdutzt. „Wie meinen Sie das? Ich habe Ihnen doch das beste Zeugnis ausgestellt!“ „Eben nicht! Sie haben geschrieben, ich hätte alles zu Ihrer vollen Zufriedenheit erledigt. Als eine Cousine von mir das las, sagte sie, das sei nur durchschnittlich.
Am besten wäre: ‚stets zu meiner vollsten Zufriedenheit‘!“ Die Professorin war verärgert. „Das Wort ‚vollsten‘ ist ein Unding. ‚Voll‘ kann man nicht steigern!“
„Doch! Meine Cousine hat beruflich mit Zeugnissen zu tun. Sie hat es mir erklärt. Da man in Zeugnissen nichts Negatives schreiben darf, hat man für sie eine besondere Sprache entwickelt. Bitte ändern Sie das Zeugnis!“ „So ein Unsinn. ‚Vollsten‘! Die Leute würden ja glauben, ich als Germanistik-Professorin könne kein richtiges Deutsch. Voll ist voll und leer ist leer, da gibt es keine Steigerungen.“ Das Handy der Professorin klingelte. „Meine Zahnarztpraxis, sie ruft wegen eines Termins zurück“, sagte sie und hob ab. „Montag? Nein, bitte nicht! Dann ist es bei Ihnen doch immer am vollsten!“

Quelle: www.kurzgeschichten-stories.de

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