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Archiv der Seniorenzeitungen
Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Sommer 2018      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Was ist Heimat . Der Maikäfer
              
Florenz und Siena . Liesel Christ

Spätlese 1/2018

Spätlese 3/2018

Vorwort

Hopfen in der Hallertau

Von Roland Scheuermann

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Die Bierherstellung aus Getreide war schon den ältesten Kulturvölkern, den Babyloniern und Ägyptern, etwa 7.000 Jahre vor Christus bekannt. Zudem kannte man wilde Hopfen ebenfalls bereits im Altertum. Für den Einsatz des Hopfens zu Brauzwecken, finden sich jedoch erst im frühen Mittelalter historische Beweise. In der Volksmedizin spielte der Hopfen von jeher eine Rolle, und auch heute noch dient er der Erzeugung pharmazeutischer Präparate. Hopfen ist heute ein essentieller Rohstoff für die Bierherstellung. Man gibt etwa 100 bis 200 Gramm Hopfen in Form von Pellets oder Extrakt zu 100 Liter Malzextraktlösung vor oder während des Kochens in die Braupfanne. Dabei gehen Teile der Bitterstoffe und Öle des Hopfens in die Lösung und werden teils umgewandelt. Sie verleihen schließlich dem resultierenden Bier sein charakteristisches Aroma, sowie seinen bitteren Geschmack und fördern die Schaumstabilität, sowie mikrobiologische Haltbarkeit des Bieres. Von den in der Braupfanne mit dem Hopfen eingesetzten Inhaltstoffen, gehen während der Bierherstellung von den Bitterstoffen 60 bis 80 Prozent verloren. Hopfen findet auch zum Schutz von Büchern seine Anwendung. Getrocknet wird er in Bibliotheken ausgelegt, seine Ätherischen Öle halten Schädlinge ab, die, die Bücher zu zerstören.
Hopfen ist in der Pflanzenheilkunde als Schlaf- und Beruhigungsmittel, vorwiegend als Hopfen-Baldrian-Kombination, bekannt. Der Inhaltsstoff Xanthohumol hat krebsvorbeugende Eigenschaften, hemmt das Wachstum von Tumorzellen oder tötet diese sogar ab. In 2007 wurde Hopfen zur Arzneipflanze des Jahres ernannt! Müßte der Hopfen noch von Hand gepflückt werden, so bräuchte der Durchschnittsbetrieb 120 Hopfenzupfer, um seine 13 ha Hopfen in 20 Tagen abzuernten. Insgesamt wären ca.200.000 Hopfenzupfer notwendig. Durch den Einsatz der Hopfenpflückmaschine schafft er das heute mit 5 Arbeitskräften in kürzerer Zeit.

 

Bibelworte

Jesus wartet auf Dich

Der einzige Überlebende eines Schiffsunglücks wurde an den Strand einer kleinen, unbewohnten Insel gespült. Er betete inbrünstig zu Gott, dass er ihn retten möge und jeden Tag suchte er den Horizont nach Hilfe ab, doch niemand schien zu kommen. fr25072018001 - KopieErschöpft schaffte er es schließlich, aus Treibholz eine kleine Hütte zu bauen, die ihn vor Wind und Wetter schützen und seine wenigen Habseligkeiten beherbergen konnte. Doch eines Tages, nachdem er auf der Jagd nach Nahrung gewesen war, kam er zurück und fand seine kleine Hütte in Flammen stehend vor. Der Rauch stieg in den Himmel auf. Das Schlimmste war geschehen, alles war verloren. Er war überwältigt von Kummer und Zorn. "Gott, wie konntest du mir das antun!" schrie er. Früh am nächsten Morgen wurde er jedoch von dem Geräusch eines Schiffes geweckt, das sich der Insel näherte. Es war gekommen, um ihn zu retten! "Woher wussten Sie, dass ich hier war?" fragte der müde Mann seine Retter. "Wir haben das Rauchsignal gesehen", erwiderten sie. Es ist leicht, entmutigt zu werden, wenn die Dinge nicht gut laufen. Doch wir sollten nicht den Mut verlieren, denn Gott ist am Werk in unserem Leben, selbst inmitten von Schmerzen und Leid. Wenn deine Hütte das nächste Mal bis auf den Grund abbrennt, dann erinnere dich – es mag nur ein Rauchzeichen sein, das die Gnade Gottes herbeiruft.  

 

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Nachgedacht

“Was ist Heimat”

Von Julia Scheuermann

Vor ungefähr einem Monat stellte uns mein Lehrer eine Frage, die mich bis heute nicht mehr losgelassen hat. ,,Was ist Heimat für euch?“ Im ersten Moment schien die Frage simpel und sehr einfach zu beantworten. Doch je länger die Worte durch meinen Kopf flogen, desto komplizierter wurde meine Antwort darauf. Heimat ist ein Synonym für Zu Hause und das ist für mich die Adresse, die Menschen auf eine Postkarte schreiben, um dir diese zu schicken. Zu Hause ist für mich dieses wohlig-warme Bauchgefühl, dass ich bekomme, wenn meine Mutter mein Lieblingsessen für mich gekocht hat. Doch was ist, wenn dich dieses Gefühl an deinem Heimatort nie überkommen hat? Was ist, wenn sich dein Zimmer plötzlich fremd anfühlt, weil ihn nie gute Erinnungen füllten? Wird die Welt, die dich da draußen erwartet dann zu deiner Heimat? Dann ist die Vorstellung von Zukunft deine Hoffnung. Du hoffst dann also, dass du eines Tages dieses Gefühl fühlen wirst. Also begann ich darüber nachzudenken, was mein Zu Hause so besonders macht. Und dann schien die Antwort viel klarer als zuvor. Es sind nicht die 4 Wände, die mich umgeben. Es ist nicht die Bettdecke, unter der ich die Nächte verbringe oder die Koordinaten auf welchen ich mich täglich bewege. Heimat wird nicht von Orten, sondern durch Menschen definiert. Meine Familie, die mich durch schwere Zeiten begleitete und durch die Besten. Diese Personen, die mein unendliches Vertrauen haben und die Menschen, bei denen ich voll und ganz ich selbst sein kann. Wir Menschen brauchen Heimat. Wir brauchen andere schlagende Herzen um uns herum, damit wir nicht vereinsamen. Schon Cicero (römischer Schriftsteller) beschrieb, dass der Staat nur funktionieren kann, wenn Menschen in Gemeinschaft miteinander leben. Wir können nur glücklich sein, wenn wir dieses Glück teilen können. Ich teile dieses Glück mit meiner Familie. Doch dies ist nicht auf jeden Menschen zutreffend. Freunde können Zuhause sein. Es kann natürlich auch passieren, dass man seinen Seelenverwandten trifft und eine ganz eigene Heimat gründet.
Dann schreibt man einfach eine neue Definition dieses einen Wortes.
 Letztendlich ist es unwichtig, wie ich Heimat selbst interpretiere, denn jeder muss seine ganz eigene Version davon finden und vor allem sein ganz eigenes Glück suchen, wie auch immer das aussehen sollte. 

Herzlichst Julia Johanna Scheuermann

 

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Aus unserer Nähe

Der Maikäfer ist wieder da!

vw03082018022Mitte Juni saßen wir abends auf der Terrasse und auf einmal, wurden wir überfallen von riesigeren Scharen von Käfern. Eine Invasion von Maikäfern hatte begonnen. Wir leben am Rande von Rai-Breitenbach, an einer Tierweide und die Maikäfer sind an diesem Abend geschlüpft, gefühlt, alle auf einmal. Das Maikäferweibchen legt bis zu 100 Eier in humusreichen Böden ab. Nach etwa 6 Wochen schlüpfen die kleinen Engerlinge und verbleiben bis zu 3 Jahre im Boden. In dieser Zeit ernährt er sich von Graswurzeln. Nach der Verwandlung zum Käfer, lebt er noch 6 Wochen, bevor er stirbt. Natürlich ist der Maikäfer auch in Mengen ein gefräßiger Geselle, früher wurde er mit Insektiziden bekämpft, aber gerade in der heutigen Insekten- und vogelarmen Zeit, wichtig für das ökonomische Gleichgewicht. Ich hatte einmal eine Schwalbe beobachtet, die im Flug einen Maikäfer gefangen hatte, dann wurde mir bewusst, wie wichtig jedes Lebewesen ist.

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Auch bei Max und Moritz ist der
Maikäfer gelandet und wird so gleich
für eine Menge Verwirrung sorgen!

Quelle: Wikipedia

 

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Da wo wir waren

Zwischen Florenz und Siena

tos25072018003Italien war schon immer ein beliebtes Ausflugsziel der Deutschen und im besonderen die Toskana. Wir besuchten das Gebiet südlich von Florenz (Chianti). Nach Aufenthalt in einer Ferienwohnung an der Nordsee oder vier Sternehotel in Südtirol, waren wir zum Glamping in Chianti, in der Toskana aufgebrochen. Nein nicht mit dem Zelt, in einem Mobilhome, die moderne Form des Campings. Der erste Besuch galt Radda in Chianti, eine toskanische Kleinstadt in den Bergen. Sie thront 530m über den Weinbergen von Chianti. Der gut erhaltene Stadtkern zeigt sich in einem mittelalterlichen Flair. Beim Besuch in Florenz, wurden wir fast von den vielen Internationalen Touristen-schwärmen erschlagen. Dennoch tos25072018002waren wir sehr beeindruckt von der schönen Brücke, Ponte Vecchio und vom Medicimuseum. Es ist eine unglaublich beeindruckende Stadt mit viel Geschichte. Etwas ganz besonderes war der Besuch von San Gimignano, eine mittelalterliche Stadt am Rande von Chianti, die mit ihren verschieden, großen Türmen schon von weitem auf sich aufmerksam macht. Die Türme waren in der damaligen Zeit, ein Ausdruck von Wohlstand und Reichtum. Umso reicher eine Familie war, desto höher der Turm. Die Toskana bietet viel geschichtliches an. Einen Teil konnten wir besuchen, aber es ist noch viel mehr zu erkunden, vielleicht bei einem weiteren Besuch.

Quelle: www.Wikipedia.de

 

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Sommerfest

Sommer, Sonne Modenschau

Sm22072018005Warum begehen wir Festlichkeiten, warum feiern wir etwas. Bei den Senioren und Seniorinnen habe ich mich umgehört und bin zu der Erkenntnis gekommen. Wir feiern uns, wir feiern unsere Gesundheit und unsere Gemeinschaft. Feste sind also eine Stärkung des Gemeinschaftsgefühls. Solch ein Fest kann spontan erfolgen, aber auch geplant sein. Allerding sollte ein Fest mit über hundert Gästen gut geplant werden, denn so ein Sommerfest kann auch gut und gerne ins Wasser fallen. So sind wir auch für den Fall von Regen eingestellt. Wochen vorher wird geplant und es werden Hütten und Zelt aufgebaut. An diesem Samstag hatte wir Glück mit dem Wetter, denn eSm22072018011ine bewölkter Himmel und eine angenehme Temperatur sorgten für ein optimales Klima. So begrüßte Geschäftsführer Roland Scheuermann die anwesenden Bewohner und Gäste mit einer Begrüßungsrede. Darin lobte er alle Mitarbeiter und Helfer und besonders Frau Sylvia Panse mit ihrer Familie, die viel Engagement einbringen um, für den Erfolg des Sommerfestes zu sorgen. Zusätzlich bedankte er sich noch für das zahlreiche Kommen und für die Kuchenspenden, ohne die solch ein kulinarisch abwechselnder Nachmittag nicht möglich wäre. Nicht nur für den süßen Gaumen ist gesorgt, auch mit Bratwurst, Brathering und Bismark kommen die herzhaften Leckermäuler auf ihre Kosten. Auch Schwester Sylvia begrüßte die Gäste und kündigte für den gemeinsamen Nachmittag so manche Sm22072018017Überraschung an. So konnten die Besucher am Ballonwettbewerb teilnehmen, dessen Gewinner ein Präsentkorb winkt und passend zur Fußballweltmeisterschaft gab es ein Weltmeistertippspiel. Wer den Weltmeister erraten kann, erhält ebenfalls einen Gewinn. Wir sind gespannt wie weit die Ballons fliegen, wieviel Karten zurückkommen und ob es jemanden gibt, der auch den Weltmeister erraten hat. Bei so einem Nachmittag sollte die Musik nicht zu kurz kommen. Heinrich Bondes, Alleinunterhalter und Sänger aus dem neu gegründeten Ort Oberzent, beschallte die Gäste mit Schlager- und Volksmusik. Herr Bondes spielte auch immer gerne Wünsche der Bewohner. Durch unser Sm22072018024langjähriges Wirken (über 30 Jahre), hat es so manche freundschaftliche Begegnung, auch mit Angehörigen, gegeben. Diese Gäste werden regelmäßig bei Feierlichkeiten eingeladen. Ein besonderer Höhepunkt des Nachmittags, war die von Mitarbeitern ausgearbeitete und selbst gestaltete Modenschau. Die jungen Damen, zeigten gekonnt Abendkleidung und Nachtmode. Die Bewohner und Gäste waren sehr angetan von den jungen Damen, die einen Vergleich mit professionellen Modellen nicht zu scheuen brauchten. Schwester Sylvia moderierte die Schau mit komödiantischem Eifer, und sorgte so bei den Zuschauern für reichlich gute Laune. Abschließend ist zu erwähnen, dass der Reinerlös der Veranstaltung einer Gemeinnützigen Organisation in Breuberg zugute kommt.

 

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Heimat-Schauspieler

Unvergessen - Liesel Christ

Liesel Christ war das Nesthäkchen einer Großfamilie. Sie wurde am 16. April 1919 als gemeinsame Tochter des Werkmeisters Ludwig Karl Christ und seiner Frau Marie in Frankfurt geboren. Bereits im Alter von vier Jahren stand sie als Mitglied des Kinderballetts und wenig später in einer Inszenierung von Puccinis Madame Butterfly auf der Bühne des Frankfurter Opernhauses (heute Alte Oper). Nach dem Abschluss der Schauspielschule war sie an verschiedenen Bühnen engagiert, zunächst in Koblenz, dann als Operettensoubrette am Stadttheater Heilbronn und schließlich im letzten Kriegsjahr 1944 im niederschlesischen Görlitz, mit einem Gastvertrag in Breslau. Nach Kriegsende kehrte sie mit ihrer Tochter und ihrer Mutter zu Fuß nach Frankfurt zurück. Acht Monate danach stand sie wieder auf der Bühne. Zunächst stellte sie mit Kollegen ein Kabarett-Programm auf die Beine, schließlich wurde sie von Wolf Schmidt für seine Truppe Die Zeitgenossen engagiert, mit der sie ein Jahr lang auf Tournee ging. Für die Landesbühne spielte sie sechs Jahre lang auch große lch09072018003Charakterrollen etwa in Kleists Zerbrochenem Krug oder in Hauptmanns Biberpelz Deutschlandweit bekannt wurde Liesel Christ ab 1959 durch ihre Rolle als Mamma Hesselbach in Hessens bis heute bekanntester Fernsehserie Die Firma Hesselbach bzw. ab Folge 25 Die Familie Hesselbach, die ihr damaliger Kabarett-Partner Wolf Schmidt erfunden hatte. Er verkörperte auch die Rolle des Babba. Christ kreierte mit ihrem Part den Prototyp der deutschen Hausfrau und Mutter. Insgesamt entstanden 51 Folgen der Serie. Darüber hinaus spielte sie weiter Theater, unter anderem an der Seite von Hans-Joachim Kulenkampff. Zudem war sie in zahlreichen weiteren Fernsehrollen zu sehen, wie in mehreren Krimi-Folgen im Tatort und in Ein Fall für Zwei sowie 1976 in dem erfolgreichen HR-Dreiteiler Der Winter, der ein Sommer war (nach dem gleichnamigen Roman von Sandra Paretti) mit Günter Strack und Christian Quadflieg in den Hauptrollen oder 1984 in dem Historien-Vierteiler Die schöne Wilhelmine als Landgräfin von Hessen-Darmstadt an der Seite von Rainer Hunold. Dazwischen trat sie immer wieder im Theater auf, so im Frankfurter Volkstheater mit „Die Fünf Frankfurter“ und in Goethes „Faust“. Parallel zur Theaterarbeit übernahm Liesel Christ weitere Fernsehrollen und feierte erneut Erfolge mit einer hessischen Serie: Zwischen 1989 und 1993 spielte sie für das ZDF in 51 Folgen an der Seite von Günter Strack die Rolle der Küsterin Agnes Bebel in Mit Leib und Seele. Privat heiratete Liesel Christ am 4. Juni 1942 den Opernsänger Fritz Dahlem mit dem sie die Tochter Gisela Dahlem-Christ bekam. Das Paar ließ sich 1944 scheiden. Im Oktober 1945 kam Liesel Christs zweite Tochter Bärbel Christ-Hess zur Welt. Wenig später lernte sie den Publizisten und späteren Verleger der Frankfurter Rundschau, Karl Gerold, kennen, mit dem sie jenseits der Öffentlichkeit eine langjährige Beziehung führte. Ihre beiden Töchter unterstützten die Mutter von Anfang an im Theater, Gisela Dahlem-Christ übernahm die Geschäftsführung, ihre Schwester Bärbel Christ-Heß die Leitung des technischen Betriebs.

Die Theater-Prinzipalin verstarb am 15. August 1996 nach einem schweren Sturz in ihrer Heimatstadt Frankfurt am Main. Sie ist auf dem dortigen Hauptfriedhof bestattet. Der damalige hessische Ministerpräsident Hans Eichel würdigte Liesel Christ mit den Worten:„Sie hat die Kultur in Hessen maßgeblich geprägt“.

Liesel Christ bei Wikipedia

Quelle: www.volkstheater-frankfurt-chronik.de

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