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Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Winter 2018      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Vergebung . Besuch aus Übersee
        Hoaschter Treff . Helmut Schmidt - Zitate

Spätlese 2/2018

Spätlese 1/2019

Vorwort

Von Roland Scheuermann

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Aus dem Inhalt: Versöhnung nach 74 Jahren

Erstaunt hat mich der Bericht über das Treffen von Nachkommen eines Flugzeugunglücks in Kriegszeiten. Ein Bomber war auf eine Scheune in Falken-Gesäß abgestürzt und hatte 10 Menschen in den Tod gerissen. Der Pilot wollte die Maschine von der Siedlung weg lenken, was nicht mehr ging. Nach der Mannschaft war er als letzter abgesprungen. Doch das Unglück war nicht zu verhindern. Was bewegt Menschen nach so einer langen Zeit die Aussprache zu suchen. Es zu erklären, was passiert war, und dass es nicht die Absicht des Piloten war, Menschen zu verletzten, ja gar zu töten. Es ist wohl das Bedürfnis des Menschen, mit Dingen oder Geschehnissen abzuschließen. In diesem Fall war es der Sohn des Piloten, der stellvertretend für seinen Vater die Aussprache suchte.

Aus dem Inhalt: Oktoberfest

Die meisten meiner Beiträge ergeben sich zufällig. Ich suche etwas im Internet und stoße auf ein Bild oder Text, der mir gefällt. So war es auch mit der Geschichte des größten Volksfests der Welt, dem Münchner Oktoberfest.
Beim Lesen der Geschichte fällt mir eines auf, das Fest in seiner heutigen Form, gab es so, nicht zu Anfang. Fast jedes größere Fest fing mal klein an. So auch unser Erbacher Wiesenmarkt. So wie das Münchner Oktoberfest mit einem Pferderennen anfing, so nahm der Erbacher Wiesenmarkt als kleiner Bauernmarkt in Eulbach, seinen Anfang und hat sich später als eines der größten Volksfeste der Region gemausert. Das Oktoberfest vereint viele Traditionen der Bayrischen Bevölkerung. Sei es das Bier, dass es nur als Maß getrunken wird, oder die Weißwurst, die nur mit süßem Senf gegessen werden darf oder die Haxe, die bereits mit dem Tisch im Bierzelt mitbestellt wird. Wie beim dörflichen Maibaumfest, kommen die Besucher mit Lederhose und Dirndl auf das Fest. Die Tradition ist wichtig für die Menschen, denn alles was man gemeinsam unternimmt, das verbindet. Das Oktoberfest ist also nicht nur ein Fest, sondern eine soziale Institution, die durch Tradition verbindet und somit zum sozialen Frieden beiträgt.  

 

Bibelworte

Vergebung

Es waren einmal zwei Brüder, die auf angrenzenden Bauernhöfen lebten und die eines Tages einen Streit hatten. Es war die erste ernsthafte Auseinandersetzung in 40 Jahren des friedlichen Lebens und Arbeitens Seite an Seite. Sie hatten sich ohne Konflikte Maschinen, Arbeitskräfte und Güter geteilt. Doch dann brach die lange Zusammenarbeit auseinander. Alles begann mit einem kleinen Missverständnis und wuchs sich zu einer großen Auseinandersetzung aus. Schließlich explodierte das Ganze und endete mit einem Austausch bitterböser Worte, gefolgt von Wochen des Schweigens. Eines Morgens klopfte es an der Tür von Klaus. Als er öffnete stand draußen ein Mann mit der Werkzeugkiste eines Tischlers. „Ich suche nach Arbeit für ein paar Tage“, sagte er. „Hätten Sie vielleicht ein paar kleine Reparaturarbeiten hier und da? Könnte ich Ihnen helfen?” "Ja", sagte der ältere Bruder. „Ich habe einen Auftrag für Sie. Schauen Sie einmal über den Bach auf meinem Hof. Da drüben wohnt mein Nachbar. Eigentlich ist es mein jüngerer Bruder. Letzte Woche haben wir uns gestritten und er fuhr mit seiner Planierraupe an den Bachdamm und nun ist da eine Abgrenzung zls11112018001wischen uns. Nun, er hat das wahrscheinlich getan um mich zu ärgern, aber ich wird es ihm zeigen. Sehen Sie den Stapel Bauholz dort bei der Scheune? Sie könnten mir einen 2,5 Meter hohen Zaun bauen, damit ich seinen Hof nicht mehr sehen muss." Der Tischler sagte: "Ich denke, ich verstehe Ihre Situation. Zeigen Sie mir die Nägel und den Bagger für die Pfostenlöcher und ich werde alles zu Ihrer Zufriedenheit erledigen." Der ältere Bruder musste in die Stadt gehen um Material zu holen, dann half er dem Tischler, alle notwendigen Geräte zusammenzutragen und war für den Rest des Tages auswärts unterwegs. Der Tischler arbeitete den ganzen Tag lang schwer. Er maß, sägte und nagelte. Als der Bauer bei Sonnenuntergang zurückkam, hatte der Tischler seinen Auftrag erledigt. Die Augen des Bauern öffneten sich weit vor Staunen und seine Kinnlade fiel herunter. Da war überhaupt kein Zaun. Es war eine Brücke...eine Brücke, die von der einen Seite des Baches hinüber auf die andere führte! Mit fein gearbeitetem Geländer – und der Nachbar, sein jüngerer Bruder, kam mit ausgestreckter Hand auf ihn zu. "Du bist mir ja Einer! Eine Brücke zu bauen nach allem, was ich gesagt und getan habe." Die beiden Brüder standen je an einem Ende der Brücke und dann trafen sie sich in der Mitte und gaben einander die Hand. Als sie sich umwandten sahen sie noch, wie der Tischler seine Werkzeugkiste schulterte. „Nein, warten Sie! Bleiben Sie noch ein paar Tage. Ich habe noch jede Menge andere Projekte für Sie”, sagte der ältere Bruder. "Ich würde ja gerne noch bleiben”, sagte der Tischler, “doch ich habe noch viele andere Brücken zu bauen."

Autor unbekannt

Quelle:www.eaec-de.org

 

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Besuch aus Übersee

Versöhnung nach 74 Jahren

Es war im August 1944, als ein großes Unglück das kleine Falken-Gesäß erschütterte. Dieses Ereignis grub sich ins Gedächtnis der Menschen ein und ist bei den Älteren heute noch präsent: Bei einem Flugzeugabsturz starben zehn Menschen. Nun besuchte der Sohn des damaligen Piloten Donald Cielewich den Absturzort – und zeigte sich erschüttert vom Geschehenen. Das Grauen kam aus heiterem Himmel damals, Mitte August 1944: Ein amerikanischer Bomber flog mit stotterndem Motor vom Weiler Leonhardshof in Richtung Tal. Die Crew war aus dem defekten Flugzeug bereits abgesprungen. Die B-17 (Fliegende Festung) beschrieb eine Rechtskurve, krachte frontal in eine n7403112018001Scheune am Kirchweg. Dort starben zehn Menschen; darunter Opa und Tante von Günter Seip, dessen Elternhaus schräg gegenüber steht. Die Erinnerung an die Tragödie saß in der Familie tief, erinnert er sich: „Meine Oma hat viel davon erzählt.“ Die BASF war damals Ziel jener Bomberflotte gewesen, zu der die B-17 gehörte. Jetzt besuchte Jamie Cielewichs, der Sohn des Bomberpiloten, die Familie Seip, die direkte Nachkommen der Opfer sind. In einer warmherzigen Atmosphäre wurden Erinnerungen ausgetauscht. Das Treffen werde ihm im Gedächtnis bleiben, so lang er lebe. Trotz der tragischen Geschichte derart offen und freundlich aufgenommen worden zu sein, hat bei dem Sohn des ehemaligen Absturz-Piloten und seiner Frau einen unauslöschlichen Eindruck hinterlassen. Es sei gewesen, als käme er nach Hause, sagt Scott, der selbst in einem kleinen Dorf aufgewachsen ist. „Das ist, was ein Land ausmacht“, betont er. Menschen wie die Seips: „Warm, herzlich, freundlich, offen“. Sein Vater sei ein Mann von Ehre gewesen, deshalb wolle man den Angehörigen der verstorbenen Deutschen Respekt erweisen und ihnen erklären, was damals vorgefallen ist. Den Empfang im Odenwald hat das Paar als „warmherzige und wundervolle Erfahrung“ erlebt. Auch den Verstorbenen solle Respekt erwiesen werden, dies sei ihnen ganz wichtig, ergänzt Jamie Cielewich.Auch dem Amerikaner geht es darum, die Erinnerung an das Geschehene wach zu erhalten, damit es nie wieder zu einem solchen Krieg kommen möge.

Quelle: Darmstädter-Echo.de

 

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Hoaschter Treff

Hainstadt bekommt ein neues Gemeinschaftshaus

Der Hoaschter Treff ist eröffnet. Damit ging ein Wunsch der Hainstädter in Erfüllung, auf dem als „Stadtpark“ bezeichneten Areal einen attraktiven Ortsmittelpunkt zu schaffen. Die Idee entstand 2008 im Moderationsprozess „Breuberg bewegt“ unter dem damaligen Bürgermeister und heutigen Landrat Frank Matiaske. Der Plan konkretisierte sich im Dorfentwicklungsprogramm (2010 bis 2018) mit dem Arbeitstitel „Hoaschter Treff“. „Ich bin stolz, den Hainstädtern diesen neu gestalteten, attraktiven Ortsmittelpunkt übergeben zu können“, erklärte der Breuberger ht10112018003Bürgermeister Jörg Springer bei der Eröffnung des 465 000 Euro teuren Neubaus, die von den Breuberg Musikanten musikalisch begleitet wurde. Springer sprach von einem „Meilenstein für die Zukunft von Hainstadt und der Stadt Breuberg“. Maßgeblich ausgelöst vom Arbeitskreis Dorferneuerung, sei in den zurückliegenden Jahren ein Projekt entstanden, das ein herausragendes bürgerschaftliches Engagement dokumentiert und zu einer Planung geführt habe, deren Umsetzung nun ihren Abschluss fand. Dass die Planung einen langen Zeitraum in Anspruch genommen habe, sei zum einen, dem erheblichen Haushaltsdefizit 2013 geschuldet, weswegen ein Abspecken der Planung erforderlich geworden sei. Zum anderen auch durch Verzögerungen im Vergabeverfahren und bei der Bauausführung sowie dem vorübergehenden Baustopp wegen archäologischer Funde. Den Ausschlag für das Projekt „Hoaschter Treff“ hatte die Erkenntnis gegeben, dass das ursprünglich vorhandene, ehemals als Schulhalle und lange Jahre als Jugendzentrum genutzte Gebäude aus den Fünfzigerjahren in hohem Maße sanierungsbedürftig gewesen ist. Alternativ ist dort ein barrierefreies und den heutigen energetischen Vorgaben entsprechendes, multifunktionales Gemeinschaftsgebäude mit einer Nutzfläche von 170 Quadratmetern entstanden. In dem zur vorgelagerten Freifläche hin verglasten Neubau steht ein 110 Quadratmeter großer Versammlungsraum zur Verfügung, der über ein 20 Quadratmeter großes Foyer erschlossen wird. Diesem angegliedert sind barrierefreie Sanitäranlagen, Heizungsraum, sowie eine als Kiosk nutzbare Küche. Die vorgelagerte Freifläche ist auch für Festveranstaltungen in größerem Rahmen nutzbar und wird mit den bei Ausgrabungen freigelegten, allerdings noch nicht konservierten Mauerresten aus merowingischer Zeit, einen besonderen Akzent erhalten. 

Quelle: Darmstädter-Echo.de

 

Verteidigungsminister_Helmut_Schmidt

Helmut Schmidt

Zitate des ehemaligen Bundeskanzlers

„Seitdem es Flugzeuge gibt, sind die
entfernten Verwandten auch nicht
mehr das was sie einmal waren.“

„Ich teile die Menschen in drei Kategorien:
wir normale Menschen, die irgendwann
in der Jugend mal Äpfel geklaut haben,
die zweiten haben keine Kriminelle Ader,
und die dritte besteht aus
Investmentbankern“

„Ohne Kenntnis unserer Geschichte
bleibt die Gegenwart unbegreifbar.“

„Großes wird auf Gipfeltreffen nicht
bewegt, aber schlimmeres verhindert.“

Das Schneckentempo ist das normale
Tempo in der Demokratie.“

Beitrag von Dietrich Sabrowski

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