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Anregungen, Wünsche, Grüsse

Seniorenzeitung Sommer 2019      1/3

Seniorenresidenz 
Landhaus am Weinberg

Themen: Sommerfest . Kleinod
               Cuxhaven . Heinz Rühmann

Spätlese 1/2019

Spätlese 3/2019

 

Vorwort

Das Sommerfest

Von Roland Scheuermann

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Als die Eröffnungsrede des Sommerfestes anstand, dachte ich darüber nach, wie viele Sommerfeste wir bereits, gemeinsam mit den Senioren, gefeiert hatten. Nach Rücksprache mit den Kollegen und Einsichtnahme in meine Dateiverwaltung, waren es über fünfzehn. Dazu gezählt die Frühlingsfeste und Adventsmärkte, waren es über vierzig große Festlichkeiten, nicht mitgezählt sind die kleinen Festlichkeiten wie: Oktoberfeste, Faschingsfeiern oder Heiligabendfeierlichkeiten. Ich fand dies wirklich erwähnenswert, denn ein Fest ist immer ein Gemeinschaftsprojekt und alle sind in irgendeiner Weise mit bei den Vorbereitungen eingebunden. Einige tägliche Arbeiten fallen den Vorbereitungen zum Opfer, denn es ist ja wichtiger, die bevorstehende Veranstaltung, zu planen und noch nötiges, zu besorgen. Die Mitarbeiter der Beschäftigung, planen die Höhepunkte des Nachmittags, und wenn noch etwas zu basteln ist, wird es auch noch schnell erledigt. Bereits Tage vorher werden Hütten und Zelte aufgestellt. Es wird geprüft ob noch genügend Gas für den Grill vorhanden ist und wie sieht es mit dem Kuchen aus. Es ist ja Sommer, die Menschen werden viel trinken, holen wir ein Fässchen Bier, aber wenn es heißer wird, dann vielleicht lieber zwei. Diese Fragen stellen sich im Vorfeld der Veranstaltung. Ja so eine Festlichkeit will geplant werden und die Vorbereitungen sind das A und O für ein gutes Gelingen. Wenn es dann soweit ist, wird es meistens anders werden. Bier wurde weniger getrunken als erwartet, es wurde fast nur Wasser getrunken. Es sollte, wie vor zwei Jahren, eine Greifvogelschau geben, aber leider musste das Fest verschoben werden und Herr Becker, der Vater der Vögel, hatte zu dem neuen Datum, keinen Termin mehr frei. Wir werden sie im nächsten Jahr wieder einladen, vielleicht klappt es ja dann.
Ein Fest zu planen und vorzubereiten, ist eine Anstrengung und wir alle sind angespannt, damit die Veranstaltung gelingt. Ist es dann vorbei, sind wir zufrieden und ein bisschen traurig, dass es so schnell vorbeigegangen ist.

 

Bibelworte

Am besten sieht man mit dem Herzen

Kleine Schildkröte gab ihrer Großmutter Nana einen dicken Kuss. Nana konnte nicht mehr gut sehen. Aber wer ihr den Kuss gegeben hatte, wusste sie genau, denn sie sagte: »Pass gut auf dich auf!« »Mach ich!«, rief Kleine Schildkröte. »Und ich bringe dir ganz viel Hasenpinsel für deinen Husten mit!« Nana lächelte. Und dann war Kleine Schildkröte auch schon weg. Denn heute durfte sie mit Weißer Adler, dem Medizinmann, im Wald Heilpflanzen sammeln. Darauf freute sie sich schon sehr. Weißer Adler ließ gerade das Kanu ins Wasser, als Kleine Schildkröte angerannt kam. »Wir haben Glück. Heute ist ein schöner Tag. Das Wetter ist gut und der See spiegelglatt«, sagte Weißer Adler zufrieden. »Und wo fahren wir hin?«, fragte Kleine Schildkröte gespannt. »Auf die andere Seite des Sees. Da drüben wachsen die besten Indianerrüben. Ihre Wurzeln sind gut gegen Kopfschmerzen.« Kleine Schildkröte lachte und reimte: »Drüben wachsen die besten Rüben.« Und schwups, saß sie im Kanu. »Und wir brauchen ganz viel Hasenpinsel für Nana.« »Ja, ja«, eis28082019003antwortete Weißer Adler und sprang ebenfalls ins Kanu. Die beiden fuhren los. Weißer Adler saß vorne und Kleine Schildkröte hinten. Und zwischen ihnen lagen jede Menge Körbe für die Heilpflanzen. Kleine Schildkröte war schon oft Kanu gefahren. Und paddeln konnte sie auch. Im Nu waren sie auf der anderen Seite. Weißer Adler zog das Kanu aus dem Wasser, und die beiden marschierten mit ihren Körben los. Der Medizinmann kannte sich bestens aus und wusste genau, wo er suchen musste. Wenig später waren alle Körbe voll mit Indianerrüben und Hasenpinsel. Aber es gab noch viele andere Pflanzen. Einige davon hatte Kleine Schildkröte noch nie gesehen. Neugierig sah sie sich die unbekannten Pflanzen an. Und plötzlich hatte sie eine Idee: »Gibt es nicht auch eine Pflanze, mit deren Hilfe man wieder besser sehen kann?« »Nein, so eine Pflanze gibt es leider nicht«, antwortete Weißer Adler und lachte. Kleine Schildkröte wurde traurig und sagte: »Schade. Dann kann Nana nie wieder richtig sehen.« »Sei nicht traurig, Kleine Schildkröte«, tröstete Weißer Adler. »Die wichtigen Dinge sind für das Auge unsichtbar. Am besten sieht man mit dem Herzen.« Das verstand Kleine Schildkröte nicht. Wie konnte man mit dem Herzen sehen? Aber Weißer Adler war schon weitergegangen. Mit vollen Körben paddelten die beiden zurück. Als sie in die Nähe des Ufers kamen, hörten sie ein leises Winseln. Ganz in der Nähe war ein großer Biberbau. Weißer Adler steuerte darauf zu. Und als sie näher kamen, entdeckten sie einen kleinen Biber, der zwischen den Zweigen des Baus eingeklemmt war. »Oje! Der Arme!«, rief Kleine Schildkröte. »Wir müssen ihn befreien!« Vorsichtig drückte Weißer Adler die Zweige zur Seite. Und schon war der kleine Biber wieder frei. Schnell schwamm er in den sicheren Bau zurück. »Jetzt ist er wieder glücklich«, sagte Kleine Schildkröte erleichtert. »Woran siehst du das?«, fragte Weißer Adler. Kleine Schildkröte dachte nach. Mit den Augen hatte sie das Glück des kleinen Bibers nicht sehen können. Da verstand sie, was Weißer Adler gemeint hatte. Sie hatte das Glück mit ihrem Herzen gesehen. Und plötzlich hatte sie es sehr eilig, nach Hause zu kommen. Denn auch wenn Nana den vielen Hasenpinsel nicht sehen konnte, wusste sie, wie lieb Kleine Schildkröte sie hatte. Wie gut, dass man auch mit dem Herzen sehen kann!

Quelle: Familie.de

 

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Aus unserer Nähe

Ein unterschätztes Kleinod

Eine der ältesten Kirchen des Breuberger Lands und des gesamten Odenwaldkreises steht in Rai-Breitenbach. Denn die Kirche ist, erhaltenen Elementen zufolge, frühromanischen Ursprungs und geht in ihrer heutigen Grundform auf das 13. Jahrhundert zurück. Der weitverbreiteten Urbb25062019001nterschätzung oder Unbekanntheit des Werts dieses Bau- und Glaubensdenkmals. Raibach war in vorreformatorischer Zeit eine selbstständige Pfarrkirche, für die verschiedene Adelige das Pfarrbesetzungsrecht ausübten. Das rechteckige Kirchenschiff stößt im Osten auf den romanischen Triumphbogen, der einen kräftigen Kämpfer aufweist. Der Triumphbogen gibt den Blick zum Chor frei, der erhöht ist und einen geraden Schluss hat. Die zum Teil hohen Stufen folgen dem Gelände: die Kirche ist am Hang erbaut. Die so geprägte Form des Gebäudes stammt aus dem 13. Jahrhundert und wurde zu Beginn des 16. Jahrhunderts leicht verändert. Zur Zeit des Dreißigjährigen Krieges, im Kriegsjahr 1637, wurde der Ort Raibach von Truppen des Generals Ramsay überfallen und Teile des Dorfes wurden in Brand gesteckt, darunter auch die Kirche, die wohl dann in den 1680 er Jahren Erstmals, zunächst notdürftig, wieder hergerichtet wurde. Eine umfangreiche Renovierung fand in den 1920er Jahren statt. Die letzte aufwendige Renovierung wurde 1987 beendet, bei der die alten Wandmalereien freigelegt wurden. Das schlichte romanische Taufbecken steht nun an der Nordostwand des Schiffes. 

Quelle: Darmstädter Echo

 

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Da wo wir waren

“Cuxhaven”

cux26062019001Böse Zungen behaupten ja, Cuxhaven läge nicht so richtig an der Nordsee. Na zumindest teilweise haben sie wohl nicht ganz unrecht, denn die östliche Küste liegt an der Elbmündung und die westliche Küste an der Nordsee. Dennoch haben wir Cuxhaven als einen liebenswerten Urlaubsort kennengelernt, der auch einiges zu bieten hat, denn der Wind, die raue See und die Menschen sind hier an der Nordseeküste einzigartig. Bei-spielsweise das Restaurant „Fischbörse“ am Fischereihafen, lädt in einer urigen Umgebung Fischgenießer ein. Besser habe ich bisher noch keinen Fisch gegessen. Einen Steinwurf weiter, am Hafen cux26062019002für Ausflugsbote, legt regelmäßig der Halunderjet nach Helgoland ab. Mit dem schnittigen Katamaranboot, geht es in einer Stunde auf Deutschlands einziger Hochseeinsel. Mit einem herkömmlichen Schiff dauert es hingegen drei Stunden. Das Highlight am Hafen ist die „Alte Liebe“. Sie ist eine Aussichtsplattform, gebaut auf drei im Hafen versenkter Schiffe. Eines hatte den Namen „Die Liebe“. Für Schifffartliebhaber hält der Hafen noch eine Attraktion bereit, wie das Museums-Feuerschiff Elbe 1. Der ehemals schwimmende Leuchtturm, kann heute besichtigt werden oder er nimmt sie mit auf eine Nostalgische Ausflugsfahrt. Cuxhaven hat uns gut gefallen, nicht überlaufen, mit schönen Sehenswürdigkeiten vor Ort und in der Umgebung. Wir werden auf jeden Fall wieder kommen.

Quelle: www.Wikipedia.de

 

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Sommerfest

Mit Musik und guter Laune

Unser Sommerfest fand in diesem Jahr wieder im Juni statt, am Anfang der
hessischen Sommerferien. Dennoch war die Veranstaltung rege besucht, alle Plätze
waren bereits um 14:30 Uhr besetzt. Neben vielen Angehörigen, waren auch Besucher gekommen, um das Fest als Gelegenheit zu nutzen, die Einrichtung ein wenig kennen zu lernen. Geschäftsführer Roland Scheuermann eröffnete pünktlich das Fest mit einer Grußansprache. Zunächst begrüßte er alle anwesenden Bewohner, Angehörigen und Freunde und bedankte sich im Anschluss bei allen Helfern, Mitarbeitern und besonders bei Schwester Sylvia, denn ohne die tatkräftige Hilfe ihrer Familie, wäre eine solch schönes Fest nicht möglich. 

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Nach der Danksagung, der Mitarbeiter und Helfer, machte er darauf aufmerksam, dass unser Sommerfest bereits das 15. Fest, seit Eröffnung des Hauses ist, und dass wir bereits mit Frühlingsfesten und Adventsmärkten über 40. Feste auf die Beine gestellt haben, was eine große Leistung aller Beteiligten darstelle. Das war den Anwesenden ein großen Applaus wert. Nach der Grußrede bekam Frau Panse das Wort und informierte über das Nachmittags Programm. Danach ging es weiter mit fröhlicher Musik von Heinrich Bondes. 

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Herr Bondes aus dem schönen Sensbachtal, kommt schon einige Jahre ins
Landhaus und wir stimmen jedes Jahr seine Termine mit den unseren ab, damit es auch
im Sommer wieder passt. In zwei Wochen fährt er, wie in jedem Jahr in das Altmühltal um bei einer Reisegruppe Musik zu machen. Wir sind froh, dass wir ihn gefunden haben, die Senioren mögen seine Schlagermusik sehr. Im Garten konnten die Gäste Ballons steigen lassen. Für einen kleinen Unkostenbeitrag, konnte jeder Grüße als Luftpost versenden. Wind war vorhanden und so ist die Chance groß, dass die Heliumkugeln weit fliegen können, denn der Weiteste wird einen Gewinn erhalten, der Ende des Sommers bei einem Kaffeeklatsch bekannt gegeben wird. 

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Kulinarisch war im Foyer ein Buffet mit Kuchenspenden aufgebaut und im Garten gab es Bratwurst vom Thüringer Koch und Fischbrötchen. Extra zum Fest wurde ein kleines Fäßchen Schmucker Pils besorgt und so konnten die Besucher, frisch gezapftes Odenwälder Bier genießen.

Der Erlös des gut besuchten Festes wird auch in diesem Jahr einer gemeinnützigen Organisation in Breuberg zugutekommen. Der Dank gilt allen Mitarbeitern und Helfern für ein gelungenes Sommerfest.

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Heimat-Schauspieler

Unvergessen - Heinz Rühmann

hr23062019001In Filmen wie "Die Feuerzangenbowle", "Der Hauptmann von Köpenick" und "Die Drei von der Tankstelle" war er der kleine Mann, ganz groß: Heinz Rühmann. Mit seinem verschmitzen Lächeln spielte er sich in die Herzen der deutschen Zuschauer. Doch privat war der gute Freund des Publikums ein Mann voller Widersprüche. "Rühmann war nicht komisch, er spielte nur komische Rollen", verrät beispielsweise eine ehemalige Filmpartnerin. Doch diese Rollen, die ihm so auf den Leib geschnitten waren, machten ihn nie wirklich glücklich. Wie gerne hätte der kleine Komiker einmal einen großen tragischen Helden gemimt, wie sehr hasste er es, wenn die Menschen abseits der Bühne über ihn lachten. Schauspielkollegin Margot Hielscher erinnert sich: "So wie Rühmann aus dem Auto stieg, standen sofort Leute da und grinsten und lachten. Und das ärgerte ihn." Nichts verabscheute er so wie den Medienrummel um die eigene Person. Auch die Kollegen hielt er auf Distanz: Kein Auf-die-Schulter-Klopfen, keine Umarmung, kein freundlicher Klaps auf den Rücken. Auf der Bühne mimte Rühmann perfekt den schüchtern-lausbübischen kleinen Mann, der es durch Pfiffigkeit und Frechheiten zu etwas bringt. Doch so jovial wie im Film, erlebte Heinzpeter Rühmann seinen Vater nur selten: "Zuhause war er eigentlich eher der Arbeitsmensch, der ruhige, zurückgezogene, vollkommen disziplinierte Arbeiter an seinen Rollen." Rühmann lebte ein hr23062019002Leben nach der Uhr. "Ich hab mir nie erlaubt, auch nur eine Tasse Kaffee irgendwo zu trinken, weil ich wusste, dass er wartet und unglücklich, ist und dass man so schnell wie möglich heim muss", erzählt seine Witwe Hertha Rühmann. Beim Fliegen suchte Rühmann die Einsamkeit, doch lang allein sein konnte er nie. Er brauchte immer jemanden um sich. Halt fand er bei den Frauen an seiner Seite: seinen drei Ehefrauen Maria Bernheim, Hertha Feiler und Hertha Droemer und seiner Geliebten Leny Marenbach. Geboren 1902 in Essen als Sohn eines Gastwirts, wuchs Rühmann nach dem Selbstmord des Vaters bei seiner Mutter in München auf. Der Durchbruch zum Filmstar gelingt ihm bereits 1930 mit einer Hauptrolle in "Die Drei von der Tankstelle", einer höchst erfolgreichen "Tonfilm-Operette". Sie verschafft ihm einen Vertrag mit der UFA. Von der Gage kauft sich der begeisterte Sportflieger 1931 sein erstes Flugzeug. Schnell avanciert Rühmann auch unter den Nazis zu einem der meistbeschäftigten Komiker des deutschen Films. Als der Zweite Weltkrieg beginnt, ist Rühmann den Nazis zu wertvoll, um ihn an der Front als Kanonenfutter zu verheizen. Noch in den späten Kriegsjahren dreht er einen Film nach dem anderen, darunter auch 1944 "Die Feuerzangenbowle". Nach Kriegsende gründet Rühmann seine eigene Filmgesellschaft, seine erste Bruchlandung. Es dauert sieben Jahre, bis er die Schulden getilgt hat. Obwohl Rühmann in Goebbels UFA-Filmreich groß geworden ist, gelingt ihm auch im Nachkriegsdeutschland an seine früheren Erfolge anzuschließen. Filme wie "Charleys Tante", "Der Hauptmann von Köpenick" und "Der brave Soldat Schwejk" entstehen. 1994 stirbt im Alter von 92 Jahren der Mann, den Wim Wenders einmal als "das lebende Denkmal des kleinen Mannes im deutschen Film" bezeichnet hat.

Film von Sebastian Dehnhardt (Der Text stammt aus einer Filmbeschreibung)  Quelle: daserste.de

Info: Der Text wurde gekürzt um es auf eine Seite anzupassen. Es wurden kritische Passagen herausgenommen. Wer den Text dennoch in
voller Länge lesen möchte: https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/legenden/sendung/2007/heinz-ruehmann-102.html

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